Die Stadt Mannheim erhält zur Erweiterung des ÖPNV ein innerstädtisches Seilbahnnetz. Die Endstation am Hauptbahnhof ermöglicht einen fließenden Übergang zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln.
Um die Bahnschienen sicher überqueren zu können, werden die Gondeln noch in der Station mithilfe eines seillosen Magnetaufzugs auf die erforderliche Höhe gebracht.
Die ankommenden Gondeln werden in der Station vom Zugseil abgekoppelt, abgebremst und mithilfe des seillosen Magnet-Aufzugsystems MULTI auf Bodenniveau abgesenkt.
Die Gebäudeform ergibt sich aus der inneren Funktion: Die Seilbahntechnik sowie der Ein- und Ausstiegsbereich sind überdacht, die transluzente Fassade sorgt tagsüber für natürliche Belichtung. Nachts verwandeln sich die weißen Fassadenelemente in Lichtkörper.
Das Grundstück liegt an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt; Bus- und Bahnhaltestellen sowie die Bahnsteige der Züge liegen in unmittelbarer Nähe. Wegen der dichten Bebauung um den Mannheimer Hauptbahnhof muss die Seilbahnstation mit einer sehr geringen Grundfläche auskommen.
Der Eingangsbereich ist während der Betriebszeiten vollständig geöffnet und bietet einen ebenerdigen, barrierefreien Zugang zu den Gondeln. Über die Aufzüge im Betonkern gelangen Wartungstechniker in den oberen Bereich der Station sowie Waren unterirdisch zu den Geschäften im Hauptbahnhof.
Mehrere Transportschlitten zirkulieren auf dem seillosen Magnetaufzugsystem MULTI, um die Gondeln aus 25m Höhe auf Bodenniveau abzusenken bzw. wieder nach oben zu bewegen.
Es sind 3 Transportschlitten pro Seite (Ankunft/Abfahrt) im Einsatz, um die dicht getakteten Gondeln, die in einem Abstand von 25 Sekunden zueinander auf der Strecke verkehren, sicher anzuheben und abzusenken.